In Diskussionen über Breitbandausbau fallen immer wieder Begriffe wie FTTH und FTTC. Für Laien klingen diese Abkürzungen verwirrend, doch dahinter stecken wichtige technische Unterschiede, die erhebliche Auswirkungen auf Geschwindigkeit, Zukunftssicherheit und Bauaufwand haben.

FTTH und FTTC: Die Abkürzungen erklärt

FTTH steht für „Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus. Die Glasfaserleitung wird direkt bis zur Wohnungstür oder ins Gebäude verlegt.

FTTC steht für „Fiber To The Curb“ oder „Fiber To The Cabinet“. Die Glasfaser endet an einem Verteilerkasten auf der Straße – die letzten Meter bis zum Haus werden über Kupferkabel überbrückt.

Der entscheidende Unterschied: Bei FTTH liegt die ganze Strecke in Glasfaser vor. Bei FTTC ist nur ein Teil Glasfaser, der Rest ist Kupfer.

Die Geschwindigkeit: Ein großer Unterschied

FTTH-Geschwindigkeiten:

  • Symmetrische Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit/Sekunde
  • Realistisch für Haushalte: 1 Gbps (1000 Mbit/s) und mehr
  • Upload und Download gleich schnell (symmetrisch)
  • Extrem stabil und zukunftssicher

FTTC-Geschwindigkeiten:

  • Theoretisch bis 100 Mbit/s, praktisch oft 30–50 Mbit/s
  • Je länger die Kupferstrecke, desto niedriger die Geschwindigkeit
  • Asymmetrisch (Download schneller als Upload)
  • Anfällig für Störungen und Dämpfung

Eine FTTH-Leitung ist faktisch 20- bis 100-mal schneller als eine typische FTTC-Leitung.

Warum FTTC trotzdem noch gebaut wird

FTTC ist günstiger in der Herstellung. Die Leitungsinfrastruktur besteht teilweise bereits (Kupferleitungen), und der Tiefbauaufwand ist geringer. Daher wird FTTC vor allem in Regionen gebaut, wo die verfügbaren Budgets begrenzt sind.

Doch dieser Kompromiss wird zum Problem: Die Infrastruktur wird heute gebaut und soll 20–30 Jahre halten. FTTC ist in fünf bis zehn Jahren überholt.

FTTH: Die Zukunft

Mehr Tiefbau erforderlich: Die Glasfaser muss bis ins Haus verlegt werden. Das bedeutet mehr Grabarbeiten, sorgfältigere Planung und Abstimmung mit Grundstückseigentümern.

Bessere Langfristinvestition: Wer heute in FTTH investiert, hat eine Infrastruktur, die für Jahrzehnte zukunftssicher ist.

Wirtschaftliche Vorteile: Unternehmen mit FTTH profitieren bei Digitalisierung, Cloud-Nutzung und Innovation.

Staatliche Förderung: Die Bundesregierung unterstützt bevorzugt FTTH-Ausbau.

Der Tiefbau-Aspekt: Warum Profis wichtig sind

FTTH-Ausbau ist aufwändiger – aber nur wenn man es falsch macht. Mit der richtigen Tiefbau-Expertise werden die Kosten minimiert:

  • Effiziente Trassenplanung: Erfahrene Tiefbaubetriebe finden optimale Wege für die Glasfaserleitungen.
  • Alles aus einer Hand: Wer Tiefbau, Kabelverlegung UND Oberflächenwiederherstellung kombiniert, hat keine Koordinationsprobleme.
  • Bodenkenntnis: Profis wissen, wie man mit verschiedenen Bodenklassen umgeht.

Erfahren Sie mehr über unsere Kabelbau-Leistungen oder lesen Sie unseren Artikel über den Glasfaserausbau in Hessen.

FTTH vs. FTTC: Die Entscheidung

Wählen Sie FTTH wenn:

  • Sie eine zukunftssichere Infrastruktur wollen, die 20+ Jahre Bestand hat
  • Sie staatliche Förderung in Anspruch nehmen können
  • Sie ein Gewerbegebiet oder städtisches Gebiet erschließen
  • Sie von Anfang an auf Digitalisierung setzen wollen

FTTC kann ausreichen wenn:

  • Ihr Budget extrem begrenzt ist
  • Sie eine schnelle Übergangslösung brauchen
  • Sie in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte sind

Fazit: FTTH ist das sichere Spiel

Für Kommunen, Bauträger und Unternehmen ist die Antwort klar: FTTH ist der richtige Weg. Es ist schneller, zukunftssicherer und die wirtschaftliche Rendite ist besser. Der Schlüssel liegt in der richtigen Umsetzung mit erfahrenen Tiefbau- und Kabelbaupartnern.

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